Einführung
Ein Laufwerk, das kurz vor dem Ausfall steht, weiß es meist als erstes. SMART (Self-Monitoring, Analysis, and Reporting Technology) ist in moderne Festplatten und SSDs integriert, um einen bevorstehenden Ausfall vorherzusagen – und der SMART-Status-Monitor macht diese Vorhersage in Level sichtbar.
Der Monitor prüft jedes Laufwerk auf einem Gerät und erstellt sofort eine Warnung, wenn ein Laufwerk eine fehlerhafte SMART-Selbstbewertung meldet. Er funktioniert unter Windows (einschließlich Windows Server), macOS und Linux, und es gibt nichts zu konfigurieren: keine Schwellenwerte, keine Laufwerksauswahl, kein Feintuning.
Dies ist der Monitor, der aus „der Server startet nicht mehr" ein „tausche dieses Laufwerk während des Wartungsfensters am Dienstag" macht.
Funktionsweise
Der SMART-Status ist ein Zustandsmonitor. Bei jeder Prüfung fragt der Agent jedes Laufwerk auf dem Gerät nach seiner SMART-Gesamtbewertung: fehlerfrei oder fehlerhaft. Wenn ein oder mehrere Laufwerke einen Fehler melden, erstellt Level eine Warnung.
Die Selbstbewertung ist das eigene Bestehen/Versagen-Urteil des Laufwerks, das von der Hersteller-Firmware anhand interner Schwellenwerte berechnet wird. Der Monitor gibt dieses Urteil direkt wieder. Er verfolgt keine einzelnen SMART-Attribute wie realloziierte Sektoren oder Temperatur.
ℹ️ HINWEIS: Ein Laufwerk kann sich verschlechtern und trotzdem bis kurz vor dem Überschreiten des Herstellerschwellenwerts als fehlerfrei gemeldet werden. So ist SMART by Design konzipiert. Behandle einen fehlerhaften Status als dringend, aber betrachte einen fehlerfreien Status nicht als Garantie.
Laufwerke, die SMART nicht unterstützen, nicht ausgelesen werden können oder einen Fehler zurückgeben, werden als Unbekannt. „Unbekannt" löst niemals eine Warnung aus.
⚠️ WARNUNG: erfasst. Unbekannte Laufwerke sind still. Das Fehlen einer SMART-Warnung beweist nicht, dass jede Festplatte auf dem Gerät fehlerfrei ist. USB-Gehäuse und Laufwerke hinter bestimmten RAID-Controllern werden häufig als „Unbekannt" gemeldet oder erscheinen gar nicht.
Monitor hinzufügen
Öffne deine Monitor-Richtlinie und klicke auf + Neuen Monitor hinzufügen.
Gib einen Namen. Etwas wie „Disk SMART Status" funktioniert gut; gib die Geräteklasse an, wenn du separate Richtlinien verwendest (z. B. „Server – SMART-Status").
Setze Typ zu SMART-Statusein.
Setze Schweregrad: Information, Warnung, Kritisch, oder Notfall.
💡 TIPP: Ein fehlerhafter SMART-Status bedeutet, dass ein Laufwerk seinen eigenen Ausfall vorhersagt. Bei Servern ist „Kritisch" in der Regel die richtige Wahl. Bei Arbeitsstationen, deren Daten gesichert sind, kann „Warnung" ausreichen.
Das ist die gesamte Konfiguration. Das Panel bestätigt es: Der Monitor überwacht alle Laufwerke, die SMART-Daten melden, und es gibt keine Schwellenwerte oder Laufwerksauswahlen einzustellen.
Abhilfe
Führe eine Automatisierung aus, wenn diese Warnung ausgelöst wird: Erstelle ein Ticket, benachrichtige den Bereitschaftstechniker oder starte eine Sicherung des betroffenen Geräts, solange das Laufwerk noch funktioniert.
Klicke auf Automatisierung auswählen im Abhilfe Feld und wähle eine aus.
Verwende die × Schaltfläche, um die Auswahl zu löschen.
Empfänger benachrichtigen
Zwei Kontrollkästchen steuern E-Mails an die Empfänger der Richtlinie:
Bei Warnungserstellung sendet eine E-Mail, wenn die Warnung ausgelöst wird
Bei Warnungsauflösung sendet eine E-Mail, wenn die Warnung aufgelöst wird
Beide sind standardmäßig deaktiviert. Empfänger werden auf Ebene der Monitor-Richtlinie verwaltet, im Empfänger Abschnitt. Wenn die Richtlinie keine Empfänger hat, wird unabhängig von diesen Kontrollkästchen keine E-Mail gesendet.
Automatische Auflösung
Warnung automatisch auflösen, wenn die Bedingungen nicht mehr zutreffen schließt die Warnung automatisch, wenn das Gerät kein fehlerhaftes Laufwerk mehr meldet.
Ein fehlerhaftes Laufwerk wird selten „besser"; die Bedingung klärt sich in der Regel, weil das Laufwerk ausgetauscht wurde oder vollständig aufgehört hat zu reagieren. Wenn die automatische Auflösung deaktiviert bleibt, bleibt die Warnung offen, bis ein Techniker bestätigt hat, was passiert ist.
Was die Warnung enthält
Die Warnungsmeldung listet den Gerätepfad jedes fehlerhaften Laufwerks sowie dessen Modell- und Seriennummer auf, sofern verfügbar. Das reicht in der Regel aus, um das physische Laufwerk zu identifizieren, ohne das Gerät anfassen zu müssen.
💡 TIPP: Übergib die Warnungsmeldung als Automatisierungsvariable an deine Automatisierung, um das Laufwerkmodell und die Seriennummer in das erstellte Ticket oder die Benachrichtigung einzufügen.
Plattformverhalten
🖥️ PLATTFORMHINWEIS:
Windows: Liest den Laufwerkszustand über den Windows Storage Management-Anbieter aus. Funktioniert unter Windows 8 und höher sowie Windows Server 2012 und höher. Ein Laufwerk, das den Integritätsstatus „Warnung" oder „Fehlerhaft" meldet, gilt als fehlerhaft.
macOS: Liest den von macOS gemeldeten SMART-Status für SATA- und NVMe-Laufwerke. Ein Laufwerk gilt als fehlerhaft, wenn macOS seinen SMART-Status als „Failing" statt „Verified" meldet.
Linux: Fragt Laufwerke direkt ab, ohne Abhängigkeit von smartctl oder anderen Werkzeugen. ATA-Laufwerke werden über ihren SMART-Rückgabestatus geprüft; NVMe-Laufwerke über das Integritätsprotokoll des Controllers (eine Nicht-null-Kritischwarnung gilt als fehlerhaft). Virtuelle und Wechseldatenträger (loop, ram, dm-, md, sr, vd) werden übersprungen.
Wie andere Monitore kann auch ein einzelner SMART-Status-Monitor auf ein einzelnes Betriebssystem beschränkt werden, obwohl der Monitortyp alle drei Plattformen unterstützt.
ℹ️ HINWEIS: Auf einigen Apple Silicon Macs ist die SMART-Berichterstattung für internen Speicher eingeschränkt und wird möglicherweise als „Unbekannt" angezeigt. Überprüfe die Abdeckung auf deinen M-Serie-Geräten, bevor du dich für diese auf diesen Monitor verlässt.
Häufig gestellte Fragen
Mein Laufwerk ist ausgefallen, aber der Monitor hat nie ausgelöst. Warum hat er mich nicht gewarnt? SMART ist eine Vorhersage, kein Versprechen. Einige Ausfälle (Controller-Defekt, plötzlicher elektronischer Ausfall) treten auf, ohne dass das Laufwerk jemals seinen Selbstbewertungsschwellenwert überschreitet. SMART erkennt am besten allmähliche mechanische und Mediendegradation.
Kann ich SMART-Attribute wie realloziierte Sektoren oder Temperatur einsehen? Nicht mit diesem Monitor. Er meldet nur die Gesamtbewertung des Laufwerks (Bestehen/Versagen). Für Details auf Attributebene verwende einen Skript-Monitor mit einem Werkzeug wie smartctl.
Warum wird mein externes USB-Laufwerk nicht angezeigt? Viele USB-Gehäuse leiten SMART-Daten nicht an den Host weiter. Diese Laufwerke werden als „Unbekannt" gemeldet, was niemals eine Warnung auslöst. Dasselbe gilt für Laufwerke hinter bestimmten Hardware-RAID-Controllern.
Ein Laufwerk auf einem meiner Geräte wird als „Unbekannt" angezeigt. Ist das ein Problem? Nicht unbedingt. „Unbekannt" bedeutet, dass das Laufwerk SMART nicht unterstützt, sich hinter Hardware befindet, die SMART-Abfragen blockiert, oder einen Fehler zurückgegeben hat. Es bedeutet jedoch, dass dieses Laufwerk keine SMART-Abdeckung hat – plane daher die Überwachung auf andere Weise, wenn es wichtig ist.
Die Warnung wurde ausgelöst. Wie dringend ist das wirklich? Dringend. Eine fehlerhafte Selbstbewertung bedeutet, dass die eigene Firmware des Laufwerks einen bevorstehenden Ausfall vorhersagt. Sichere die Daten und plane einen Austausch; warte nicht auf eine zweite Meinung vom Laufwerk.
Funktioniert dies auch auf Windows Server? Ja. Die Erkennung funktioniert unter Windows Server 2012 und höher genauso wie unter Desktop-Windows 8 und höher.

